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Interessante Neuigkeiten aus der Welt der Reparaturkultur

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Reparatur wurde jüngst durch eine umfassende Studie unterstrichen, die im Auftrag des Umweltbundesamtes entstand: „Reparaturdienstleistungen haben eine gewichtige ökonomische Relevanz für das Handwerk. Sie repräsentieren 31 Milliarden Euro und damit rund 6 % des handwerklichen Gesamtumsatzes im Jahr 2014. Rund 46.000 Handwerksbetriebe befassen sich alleinig mit Reparaturdienstleistungen und beschäftigen dafür rund 213.000 Angestellte“ (Bizer/Fredriksen/Proeger/Schade 2019).

Eine Reaktivierung ökonomischer Reparaturpotenziale könnte einen neuen Akzent der wirtschaftlichen Entwicklung auf kommunaler Ebene bilden. Nutzungsdauerverlängerung ist mehr als Ressourcenschutz und kostengünstiger Erhalt von Konsumfunktionen. Sie kann (graduell) handwerkliche Produktion und Einzelhandel stärken und lässt die Verbraucherseite unabhängiger von globalen Versorgungsketten werden, erhöht somit die Krisenstabilität. Eine lokale Reparaturökonomie eröffnet überdies ein neues Verständnis von Wertschöpfung und Urbanität. Anstatt die Wegwerfmentalität einer Ex-und-hopp-Kultur zu fördern, lassen sich sozial interaktive und ökonomisch sinnvolle Versorgungsformen aufbauen. Konsument*innen können ihre passive Rolle verlassen, indem sie aktiv dazu beitragen, den Wert ihrer Produkte zu erhalten oder zu steigern.

Literatur

Reparierbar

Wissenswertes