Wir können uns ändern
»Der Kapitalismus, die Kapitalisten sind bei Ekardt nicht einfach nur Sündenböcke der Umweltzerstörung. (…) Auch deshalb ist er zwar Befürworter einer wachstumslosen Wirtschaft, sieht aber deutlich, wie schwierig der Übergang wird.« zeozwei, Martin Unfried
Warum fallen uns Veränderungen so schwer? Warum gelingt die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft nicht? Scheitern wir mit unseren Vorsätzen an unseren Genen? Oder ist der Kapitalismus an allem schuld?
Wer verstehen will, was Mensch und Gesellschaft antreibt, was Wandel ermöglicht oder blockiert, darf nicht bei Hirnforschung oder Fragen der Bildung stehen bleiben. Viel wichtiger ist es, menschliches Verhalten in all seinen Facetten zu beleuchten – und das ist in hohem Maße emotional gesteuert, von Eigennutzen getragen oder von kulturellen Werten geprägt. Felix Ekardt liefert in seinem Buch eine kompakte und innovative Analyse zum Thema »Wandel und Veränderung«. Indem er die Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungsrichtungen zusammenführt, legt er nicht nur den Grundstein für ein besseres Verständnis von Wandel – das Buch zeigt auch auf, wie wir ihn tatsächlich herbeiführen können.
Die Antiquiertheit des Menschen
Anders` Hauptthema ist aktueller denn je: die Zerstörung der Humanität und die mögliche physische Selbstauslöschung der Menschheit. Der bisherige Mensch ist überholt, ”antiquiert”, der gegenwärtige und auch der zukünftige sind gekennzeichnet durch die Diskrepanz zwischen der noch immer wachsenden Kapazität der Technik und dem Unvermögen der Phantasie, sich die katastrophalen Folgen der Technik vorzustellen.
Das Buch behandelt nun die Veränderungen, die sowohl die Menschen als Individuen als auch die Menschheit als Ganze durchdieses Faktum durchgemacht haben und weiter durchmachen. Diese Veränderungen betreffen alle unsere Aktivitäten und Passivitäten, Arbeit wie Muße, ebenso unsere intersubjektiven Beziehungen, sogar unsere (angeblich apriorischen) Kategorien.
Small is beautiful
Ob Stuttgart 21, die Hamburger Elbphilharmonie oder der Hauptstadtflughafen - was wir gerade erleben ist das grandiose Scheitern von Großprojekten. Vordergründig sind dafür explodierende Kosten und Missmanagement verantwortlich; doch dahinter "blitzt eine bedenkliche gesamtgesellschaftliche Entwicklung auf" (NZZ): Die Gier nach Macht und Größe. Diesem Gigantismus stand bereits Ernst F. Schumacher kritisch gegenüber. In seinem Weltbestseller Small is beautiful hat er sich schon vor 40 Jahren für eine "Miniaturisierung der Technik" stark gemacht und dafür, "ein Maximum an Glück mit einem Minimum an Konsum zu erreichen". Die Neuausgabe macht die hochaktuellen Thesen Schumachers einer breiten Leserschaft wieder zugänglich und bietet Hintergründe zu Buch und Autor.


