Kulturen des Reparierens
Reparieren und Instandhalten sind ökonomisch wie kulturell zentrale Praktiken im »Leben« technischer Dinge und Infrastrukturen.
Der Band rückt diese bislang wenig untersuchten Tätigkeiten in den Vordergrund und fragt nach den Wissensformen der unterschiedlichen Kulturen des Reparierens. Die Expertisen und politischen Ambitionen menschlicher Akteure finden dabei ebenso Berücksichtigung wie die Eigendynamik der Dinge. Die Beiträge untersuchen Praktiken wie die Uhr- oder Computerreparatur sowie Räume wie die Wohnung und das Krankenhaus, das Repair Café und die Stadt des Globalen Südens. Nicht zuletzt geht es um die Frage, inwiefern Reparieren und reparaturfreundliches Design zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können.
Einfach anders wohnen
Irgendwie ist immer zu wenig Platz: Ungenutzte Dinge sammeln sich an, füllen Schubladen und Abstellkammer; Kinder vergrößern den Haushalt und brauchen irgendwann ein eigenes Zimmer. Auf der anderen Seite stehen Räume leer, weil niemand permanent Gäste hat oder das Haus im Grünen für die alleinstehende Oma zu groß geworden ist.
Dieses Buch präsentiert 66 Anregungen und Tipps, die dabei helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen. Platz schaffen, Freiräume gewinnen, Zusammenrücken – die Möglichkeiten für ein anderes, modernes Wohnen sind immens, und die Auswirkungen sind es ebenso: Alte Menschen finden wieder Anschluss, junge Städter bezahlbaren Wohnraum. Kieze und Viertel würden lebendiger, wenn Jung und Alt sich näherkommen, Zugereiste und Alteingesessene sich gegenseitig bereichern.
Für Daniel Fuhrhop existieren zahlreiche, intelligente Wege für ein anderes Wohnen: Ob es nur um Entrümplung geht oder um größere Projekte wie die Gründung einer Mehr-Generationen-WG oder einer Multi-Kulti-Wohngenossenschaft – das Buch weiß, wie das Wohnglück zu erreichen ist.
Murks? Nein danke!
Murks sind Drucker, die plötzlich ihren Betrieb einstellen, Küchengeräte, die nach wenigen Minuten heiß laufen, eine defekte Waschmaschine kurz nach Ablauf der Garantie. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt und Sie sich auch schon gefragt haben, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht, dann ist "Murks? Nein danke!" Ihr Buch. Für Stefan Schridde steht fest, dass derartige "Fehler" nicht selten Teil des Geschäfts sind. Vieles geht absichtlich immer schneller kaputt - oftmals kurz nach Ablauf der Garantie. Was ist dran am Vorwurf "eingebauter Defekt", im Fachjargon "geplante Obsoleszenz" genannt? Werden wir wirklich systematisch betrogen, oder werden die Unternehmen durch den "Geiz ist geil"-Preiskampf gezwungen, billig zu produzieren? Lohnt es sich tatsächlich nicht mehr, Dinge so herzustellen, dass sie lange halten und man sie reparieren kann?
Mit haarsträubenden Geschichten entführt uns Schridde in eine Welt, in der mit allen Tricks versucht wird, die Reparatur zu erschweren und Geräte nach kurzer Zeit unbrauchbar zu machen - und zeigt gleichzeitig auf, wie wir dem Murks ein Ende setzen können. Seine viel beachtete Bewegung MURKS? NEIN DANKE! fordert von Produzenten, Handel und Politik, den geplanten Verschleiß zu beenden, und ermutigt uns alle, neue Wege zu gehen - damit die Dinge besser werden.


